Bericht von Schulung „Erfolgreich mit den Medien kommunizieren“ – Pressearbeit zu Beteiligungsverfahren am 26.10.2019 in Hannover

Am 26.10.2019 bot das LabüN zusammen mit dem BUND eine Schulung zum Thema Pressearbeit an. Unter dem Titel „Erfolgreich mit den Medien kommunizieren“ referierte Tonja Mannstedt, die Pressesprecherin des BUND Landesverband, über die verschiedenen Aspekte der Pressearbeit eines Verbandes. Die Schulung vermittelte u.a. Tipps und Hilfestellungen, wie gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Medienarbeit geschaffen werden und wie man Journalist*innen mit Umwelt- und Naturschutzthemen erreichen kann.

Die Schulung setzte sich aus fachlichem Input von Tonja Mannstedt, Diskussionen in großer Runde und eigenständiger Kleingruppenarbeit der Teilnehmenden zusammen.

Eine zentrale Frage des Vormittags war, warum Pressearbeit überhaupt wichtig ist. Grundsätzlich dient Pressearbeit der Information und Mobilisierung der Öffentlichkeit. Außerdem gewinnen ein Verband und auch bestimmte Themen an Bekanntheitsgrad, in dem sie in der Presse präsent ist. Pressearbeit kann außerdem politische und wirtschaftliche Entscheider*innen unter Druck setzen, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Im weiteren Verlauf bekamen die Teilnehmer*innen grundlegende Informationen zum Thema Pressearbeit und Medien. Hier beschäftigten sie sich mit den Fragestellungen „Wie sieht die Medienlandschaft aus?“ und „Wie erreiche ich Journalist*innen mit meinen Themen?“. Ein Schlüssel zu erfolgreicher Pressearbeit ist die Aktualität und/oder Neuheit des Themas. Außerdem ist es wichtig, die richtigen Ansprechpartner*innen zu haben, glaubwürdig und verlässlich zu sein und den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Hierzu bekamen die Teilnehmenden u.a. auch einen Einblick in den Alltag von Journalist*innen.

Am Nachmittag lag der Fokus auf den verschiedenen Instrumenten der Medienarbeit. Hier wurden insbesondere Pressemitteilungen, Presseanfragen und Interviews genauer betrachtet. Von großem Interesse war der Aufbau einer guten Pressemitteilung. Hier bekamen die Teilnehmenden zunächst eine „Checkliste“ und erstellten anhand dieser in Kleingruppen zu einem von ihnen gewählten Thema eine eigene Pressemitteilung. Eine gute Pressemitteilung sollte eine aussagekräftige Überschrift besitzen, sie sollte innerhalb des ersten Absatzes die sechs W-Fragen (Wer, was, wann, wo, wie, warum) beantworten und insgesamt verständlich formuliert sowie fachlich korrekt sein.

Tonja Mannstedt, Presseprecherin des BUND Landesverband Niedersachsen, und die Teilnehmenden beim Austausch zum Umgang mit Interviewanfragen (Foto: LabüN)

Bundesnetzwerktreffen im Landesbüro der Naturschutzverbände in NRW am 10.09.2019 in Oberhausen

Am 10. September richtete das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW das 3. Bundesnetzwerktreffen im Haus Ripshorst aus.

Neben aktuellen Berichten aus den einzelnen Bundesländern, widmeten sich die Vertreter*innen aus Berlin, Brandenburg, Niedersachen und NRW intensiv dem Umgang mit dem Thema „frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ als informellen Bestandteil von Beteiligungsverfahrenerfahren.

Die Naturschutzverbände bekommen regelmäßig die Möglichkeit sich im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) auf informellen Veranstaltungen (Infomessen, Werkstattveranstaltungen, Begleitgremien etc.) mit ihrem Fachwissen einzubringen. Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt insbesondere bei Infrastrukturvorhaben, wie beispielsweise dem Neubau von Stromleitungen, und Verkehrstrassen. Aus Sicht der Planungsträger bestehen die Ziele der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung in der Schaffung von Transparenz, der Akzeptanzsteigerung und der Optimierung der Planung. Im Rahmen des Austausches hat sich gezeigt, dass die Landesbüros einen Mehrwert für die Naturschutzverbände in erster Linie dann sehen, wenn natur- und umweltschutzverträgliche Standort- und Vorhabenalternativen ergebnisoffen und auf Augenhöhe diskutiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf der Diskussion von verschiedenen Veranstaltungskonzepten zur Stärkung des Ehrenamts.

Da die Verbandsbeteiligung von den ehrenamtlichen Naturschützer*innen vor Ort lebt, ist es ein wichtiges Anliegen der Landesbüros, das Ehrenamt bei der Beteiligung an Verfahren zu unterstützen. Durch das Angebot von Veranstaltungen wie z.B. Schulungen möchten die Landesbüros dem Ehrenamt ihr Fachwissen weitergeben, welches ihnen bei dem Verfassen von Stellungnahmen und der Teilnahme an Erörterungsterminen helfen kann.

Das nächste Treffen wird im Frühjahr 2020 in Brandenburg stattfinden.

Weitere Infos zu dem Bundesnetzwerktreffen in Oberhausen finden Sie unter: https://www.lb-naturschutz-nrw.de/news/bundesnetzwerktreffen-in-oberhausen.html

Martin Stenzel, Katrin Kobus, Nina Feyh, Julia Günther, Carina Kiki, Manfred Schubert, Axel Pottschmidt

„Umweltbelange dürfen nicht außer Acht gelassen werden!“ – Bericht von Schulung: Umwelt- und Naturschutzbelange in der Bauleitplanung – Vertiefung ausgewählter Problemstellungen, 21.09.2019, Hannover

Um sich an einem Bauleitplanverfahren beteiligen und eine Stellungnahme verfassen zu können, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Besonderer Artenschutz“ unumgänglich. Am Vormittag der Schulung erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen des besonderen Artenschutzrechts in der Bauleitplanung. Zentral waren dabei die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 5 BNatSchG sowie ihre Bedeutung bei der Aufstellung von Bebauungsplänen. Anschließend an die rechtlichen Aspekte folgte ein Input zur planerischen Umsetzung. Die für den Artenschutz erforderlichen Gutachten wurden ebenso angesprochen und erläutert wie die relevanten Artengruppen und die entsprechende Erfassungsmethodik. Die Teilnehmenden bekamen die Gelegenheit das Gehörte anhand von Praxisbeispielen anzuwenden.

Am Nachmittag der Schulung standen die beschleunigten Verfahren nach den §§ 13a und 13b BauGB im Vordergrund. In zahlreichen Fällen werden Bauleitpläne heute nicht mehr im Regelverfahren mit Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt. Immer häufiger kommt zur Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen das beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB (Bebauungspläne der Innenentwicklung) oder nach § 13b BauGB zur Anwendung. Beleuchtet wurde insbesondere, unter welchen Voraussetzungen die beschleunigten Verfahren zur Anwendung kommen dürfen und dass Umweltbelange auch bei diesen Verfahren Gegenstand der Abwägung und daher auch ohne Durchführung einer Umweltprüfung zu betrachten sind. Sehr kritisch betrachtet wurde die Anwendung des § 13b BauGB, der es ermöglicht, Außenbereichsflächen, die an einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil anschließen, auf denen Wohnnutzung entwickelt werden soll bis zu einer überbaubaren Flächen von 10.000 m² nach den gleichen Verfahrensregeln zu überplanen, die ursprünglich für Bebauungspläne der Innenentwicklung eingeführt wurden. Auch am Nachmittag erfolgte die Anwendung des erlernten Wissens anhand verschiedener Praxisbeispiele, die die Teilnehmenden selbst in die Schulung eingebracht haben.       

Carina Kiki, Umwelt- und Naturschutzreferentin des LabüN, erläutert, wann für einen Bauleitplan die Erstellung eines Artenschutzfachbeitrags erforderlich ist (Foto: LabüN).
Die Teilnehmenden präsentieren die Ergebnisse der Praxisphase, hier zu der Frage, ob die Bebauungspläne nach § 13b BauGB an einen im Zusammenhang bebauten Ortsteil anschließen (Foto: LabüN).

Schulung: Umwelt- und Naturschutzbelange in der Bauleitplanung – Vertiefung ausgewählter Problemstellungen am 21.09.2019 in Hannover

Sa. 21. September 2019 | 10-16 Uhr | Ort: Seminarhaus Kronenstraße, Kronenstraße 7, 30161 Hannover

Der besondere Artenschutz ist auch in der Bauleitplanung ein „Dauerbrenner“. Wann und in welchem Umfang sind artenschutzrechtliche Vorschriften in der Bauleitplanung (Schwerpunkt Bebauungspläne) zu berücksichtigen? Wie müssen die einzelnen Artengruppen erfasst werden, um eine tragfähige Bewertung zu ermöglichen? Wie kann in Stellungnahmen mit einer unzureichenden Erfassung von Arten umgegangen werden? Diese Fragen werden im ersten Teil der Schulung geklärt.

In zahlreichen Fällen werden Bauleitpläne heute nicht mehr im Regelverfahren mit Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt. Immer häufiger kommt zur Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen das beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB (Bebauungspläne der Innenentwicklung) oder nach § 13b BauGB zur Anwendung. Doch welche Besonderheiten sind bei diesen Verfahren zu beachten und inwieweit müssen Umweltbelange berücksichtigt werden? Hiermit wird sich der zweite Teil der Schulung befassen.

In beiden Schulungsteilen wird es die Möglichkeit geben, praktische Beispiele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu besprechen. Wie Sie Ihr Beispiel einbringen können, entnehmen Sie bitte den Hinweisen zur Anmeldung. Da im Rahmen der Schulung keine grundlegenden Informationen zum Thema Bauleitplanung vermittelt werden, richtet sich diese Schulung an alle, die bereits erste Erfahrungen im Bereich Bauleitplanung mitbringen.

Referent/innen: Carina Kiki, Inga Niederhausen | Teilnehmendenzahl: max. 20 Personen

Programm:

10:00 – 10:15    Begrüßung

10:15 – 11:15    Besonderer Artenschutz in der Bauleitplanung: rechtliche Aspekte und planerische Umsetzung (Input)

11:15 – 11:30    Pause

11:30 – 12:30    Besonderer Artenschutz in der Bauleitplanung: Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

12:30 – 13:30    Mittagspause

13:30 – 14:15    Die beschleunigten Verfahren nach den §§ 13a und 13b BauGB – Besonderheiten und Integration von Umweltbelangen (Input)

14:15 – 14:30    Pause

14:30 – 15:30    Die beschleunigten Verfahren nach den §§ 13a und 13b BauGB: Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

15:30 – 16:00    Fragen, Fazit, Feedback

16:00                Ende der Veranstaltung

Anmeldung:
Bis zum 31.08.2019 an: info@labuen.de. Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Mail den Titel und das Datum der Schulung an. Nennen Sie zudem bitte Vor- und Zuname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihren Naturschutzverband BUND, LBU, NABU oder NVN mit Angabe der Orts- bzw. Kreisgruppe und ggf. Ihre Funktion in Ihrem Verband.

Wir möchten Ihnen Gelegenheit geben, mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein aktuelles oder gerne auch schon älteres Beispiel aus Ihrer ehrenamtlichen Praxis zu besprechen. Falls Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, teilen Sie uns dies bitte bereits mit der Anmeldung mit. Übersenden Sie uns mit der Anmeldung bitte zudem die Unterlagen zu dem Verfahren und umreißen kurz die Problemstellung, damit wir uns vorbereiten können. Zur Vorbereitung auf die Schulung bitten wir Sie, Ihren Fall so aufzubereiten, dass Sie diesen und die damit verbundenen Problemstellungen bzw. Fragen den anderen Teilnehmenden in 5-10 Minuten kurz erläutern können. Bringen Sie zudem bitte die Unterlagen zum Verfahren zur Schulung mit. Sollten uns mit den Anmeldungen sehr viele Fälle erreichen, bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir eine Auswahl an Fällen treffen werden. In diesem Fall würden wir Sie benachrichtigen, damit Sie wissen, ob Sie Ihren Fall vorbereiten müssen oder nicht.

Hinweis: Ihre Teilnahme geben wir Ihrem Verband bekannt, damit dieser erfährt, wie groß in seinem Ehrenamt die Nachfrage bzw. der Bedarf nach diesem Schulungsangebot ist.

„Ansprüche verträglich?“ – Bericht von Schulung Anpassung der Regionalen Raumordnungsprogramme an das Landesraumordnungsprogramm 2017 und Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ am 27.04.2019 in Nienburg/Weser

Aufgrund der 2017 erfolgten Änderung des Landesraumordnungsprogramms bedarf es einer Anpassung aller Regionalen Raumordnungsprogramme in Niedersachsen an die Änderungen der Landesraumordnung. Am Vormittag der Schulung hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema Raumordnung, wichtigen Begrifflichkeiten, dem Ablauf des Aufstellungs- bzw. Änderungsverfahren Regionaler Raumordnungsprogramme sowie der Umweltprüfung von Raumordnungsprogramme zu befassen. Neben den Regelungsmöglichkeiten Regionaler Raumordnungsprogramme wurden auch die Rahmenbedingungen für nachgelagerte Genehmigungsverfahren anhand praktischer Beispiele der Teilnehmenden diskutiert. Schnell deutlich wurde dabei, dass das Ziel der Raumordnung, die Ansprüche an den Raum miteinander in Einklang zu bringen, kein ganz leichtes Unterfangen ist.

Der Nachmittag war dem Kennenlernen der Pilot-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ gewidmet. Nach einer kurzen Einführung in das Thema hatten die Teilenehmer*innen die Möglichkeit, die Plattform auszuprobieren. Im Fokus stand dabei das Hochladen von Stellungnahmen und wie sich die Verbände über die Plattform miteinander vernetzen können.

Die Teilnehmenden erarbeiten anhand eines Beispiels, womit sich der Umweltbericht eines Regionalen Raumordnungsprogramms bezogen auf geplante Vorranggebiete für Windenergie befassen


„UVP erforderlich“ – Bericht von Schulung „Rund um die Umweltverträglichkeitsprüfung: UVP-Pflicht, Ablauf der UVP, UVP-Bericht“ am 30.03.2019 in Uelzen

Am 30.03.2019 bot das LabüN erstmals eine Schulung zur Umweltverträglichkeitsprüfung an. Neben fachlichen Vorträgen zu verschiedenen Themen rund um die UVP hatten die Teilnehmenden aus BUND, LBU, NABU und NVN Gelegenheit, das Erlernte auf Praxisbeispiele anzuwenden. Von großem Interesse war, wann bei einem Vorhaben eine UVP durchgeführt werden muss. Es zeigte sich, dass dies keine ganz einfache Frage ist und es lohnt, die Rechtslage genau zu betrachten und dabei auch ein Augenmerk auf angrenzende Projekte zu richten, die ggf. im Rahmen der Kumulation zu berücksichtigen sind.

Inga Niederhausen, Referentin für Umwelt- und Naturschutzrecht, erklärt, wie sich die UVP von anderen Umweltprüfverfahren, u.a. der Umweltprüfung in der Bauleitplanung, unterscheidet.

Nachdem am Vormittag die Ziele, der Ablauf der UVP und die Frage der UVP-Pflicht besprochen wurden, ging es am Nachmittag um den UVP-Bericht, jenes Dokument, das im Rahmen der UVP vom Vorhabenträger erstellt und mit den Unterlagen im Beteiligungsverfahren ausgelegt werden muss. Im Anschluss an eine kurze Einführung zu Inhalt und Methodik erarbeiteten die Teilnehmenden anhand eines konkreten Beispiels praktische Tipps, welchen Nutzen der UVP-Bericht für die Stellungnahme hat. Darüber hinaus entdeckten die Kleingruppen sehr schnell eine ganze Reihe von Punkten, die bei einer Stellungnahme aufgegriffen werden sollten. Auch, wenn UVP-Berichte nicht selten mehrere Hundert Seiten umfassen, konnte diese praktische Erfahrung zeigen, dass eine kritische Würdigung des UVP-Berichts sinnvoll ist und dass Argumente für eine Stellungnahme sich auch mit geringer Vorerfahrung in kurzer Zeit erarbeiten lassen.

Wie kann ein UVP-Bericht für die Stellungnahme genutzt werden? Die Teilnehmenden erarbeiten eine Herangehensweise an einen UVP-Bericht und Argumente für eine Stellungnahme.
Dokumentation der Ergebnisse aus der Praxisübung zum UVP-Bericht: Der UVP-Bericht bietet sich mit dem zugehörigen Kartenmaterial an, um sich zunächst einen Überblick über das Vorhaben und seine Auswirkungen zu verschaffen, kann dazu dienen bei bestimmten Problemstellungen tiefer einzusteigen und kann dabei auch eine Art „Türöffner“ zu den verschiedenen Fachgutachten sein.

Schulung: Anpassung der Regionalen Raumordnungsprogramme an das Landesraumordnungsprogramm 2017 und Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“, 27.04.2019, Nienburg/Weser

Sa. 27. April  | 10-16 Uhr | Ort: DEULA-Nienburg, Konferenzraum I, Max-Eyth-Str. 2, Nienburg/Weser

Nach der letzten Änderung des Landesraumordnungsprogramms Niedersachsen im Jahr 2017 bedarf es einer Anpassung aller Regionalen Raumordnungsprogramme (RROP) an die Vorgaben der Landesraumordnung. Hierbei haben auch die Umwelt- und Naturschutzverbände die Möglichkeit, sich einzubringen.

Was aber sind die Unterschiede zwischen Zielen und Grundsätzen der Raumordnung und was hat es mit Vorrang- und Vorbehaltsgebieten auf sich? An welcher Stelle können die Umwelt- und Naturschutzverbände sich einbringen? Wie detailliert muss die Umweltprüfung für ein RROP ausfallen?

Im ersten Teil der Schulung werden wir uns die Grundlagen, die zum Verständnis von Raumordnungsprogrammen unerlässlich sind, aneignen, uns den Ablauf zur Änderung-/Aufstellung von RROP näher ansehen und klären, wie die Umweltprüfung für ein RROP aussehen sollte.

Der zweite Teil der Schulung widmet sich der Pilot-Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“. Wie ist sie aufgebaut und wie kann ich sie für meine Belange und Interessen nutzen – z.B. für die Suche nach oder das Hochladen von Stellungnahmen? Wir werden die Plattform gemeinsam kennenlernen und die wichtigsten Funktionen ausprobieren.

Hinweise: Bitte bringen Sie für den zweiten Teil der Schulung möglichst Ihren Laptop oder Ihr Tablet mit. In der Mittagspause besteht die Möglichkeit, die Mensa der DEULA auf eigenen Kosten zu nutzen (Mittagessen inkl. Vorsuppe, Salatbuffet, Hauptspeise, Dessert und Getränk für 12 €). Bitte teilen Sie uns in Ihrer Anmeldung mit, ob Sie die Mensa nutzen möchten. Bitte beachten Sie, dass seitens des LabüN kein Mittagsimbiss gestellt wird.

Teilnahmebescheinigung: ja

Referentinnen: Inga Niederhausen, Julia Günther

Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen

Programm:

10:00 – 10:15  Begrüßung

10:15 – 11:15    Basiswissen Raumordnung und Landesraumordnungsprogramm (Input)

11:15 – 11:30    Pause

11:30 – 11:45    Aufstellungs-/Änderungsverfahren Regionaler Raumordnungsprogramme und Beteiligungsmöglichkeiten (Input)

11:45 – 13:00  Umweltprüfung für Regionale Raumordnungsprogramme (Input mit  Praxisübung)

13:00 – 14:00  Mittagspause

14:00 – 15:00  Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ (Impuls)

15:00 – 15:30  Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ (Praxisteil)

15:30 – 16:00  Fragen, Fazit, Feedback und Abschluss der Veranstaltung

Anmeldung:
Bis zwei Wochen vor Schulung an: info@labuen.de. Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Mail den Titel und das Datum der Schulung an. Nennen Sie zudem bitte Vor- und Zuname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihren Naturschutzverband BUND, LBU, NABU oder NVN mit Angabe der Orts- bzw. Kreisgruppe und ggf. Ihre Funktion in Ihrem Verband. Teilen Sie uns bitte auch mit, ob Sie die Mensa der DEULA für 12 € auf eigene Kosten nutzen möchten (s. oben).

Hinweis: Ihre Teilnahme geben wir Ihrem Verband bekannt, damit dieser erfährt, wie groß in seinem Ehrenamt die Nachfrage bzw. der Bedarf nach diesem Schulungsangebot ist.

Schulung: Rund um die Umweltverträglichkeitsprüfung: UVP-Pflicht, Ablauf der UVP; UVP-Bericht, 30.3.2019, Uelzen

Sa. 30. März 2019 | 10-16 Uhr | Ort: Raum 3, Martin-Luther-Haus, Pastorenstraße 6, 29525 Uelzen

Bei vielen Genehmigungsvorhaben, die sich auf die Umwelt auswirken, muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden. Doch in welchen Fällen genau ist eine UVP erforderlich? Was sind die Ziele einer UVP und welchen Einfluss hat ihr Ergebnis auf das Genehmigungsverfahren? Wie läuft eine UVP ab, was ist ein UVP-Bericht und welche Inhalte muss ein UVP-Bericht umfassen? Mit diesen und anderen Fragen rund um die UVP werden wir uns auf der Schulung befassen. Neben mehreren fachlichen Inputs werden die Teilnehmenden Gelegenheit haben, sich mit der UVP-Pflicht und den Inhalten eines UVP-Berichts anhand praktischer Beispiele zu beschäftigen. Ziel der Schulung ist es, nicht nur einen guten Überblick über das Thema UVP zu vermitteln, sondern auch konkrete Anregungen für Stellungnahmen zu UVP-pflichtigen Vorhaben zu geben.

Referent/innen: Inga Niederhausen | Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen

Teilnahmebescheinigung: ja

Verpflegung: Getränke und ein kleiner Mittagsimbiss werden gestellt.

 

Programm:

10:00 – 10:20    Begrüßung

10:20 –  11:30     Ziele der UVP und UVP-Pflicht (Input mit Praxisübung)

11:30 – 11:45      Pause

11:45 – 13:00     Verfahrensablauf der UVP (Input)

13:00 – 14:00    Mittagspause

14:00 – 14:30    Inhalt und Methodik des UVP-Berichts (Input)

14:30 – 15:40    Worauf bei UVP-Berichten achten? (Praxisübung)

15:40 – 16:00    Fragen, Fazit, Feedback

circa 16:00         Ende der Veranstaltung

 

 Anmeldung:

Bis zwei Wochen vor Schulung an: info@labuen.de. Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Mail den Titel und das Datum der Schulung an. Nennen Sie zudem bitte Vor- und Zuname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihren Naturschutzverband BUND, LBU, NABU oder NVN mit Angabe der Orts- bzw. Kreisgruppe und ggf. Ihre Funktion in Ihrem Verband.

Hinweis: Ihre Teilnahme geben wir Ihrem Verband bekannt, damit dieser erfährt, wie groß in seinem Ehrenamt die Nachfrage bzw. der Bedarf nach diesem Schulungsangebot ist.

Netzwerktreffen: Online-Plattform Beteiligung in Umweltfragen, 9.3.2019, Hannover

Netzwerktreffen: Online-Plattform Beteiligung in Umweltfragen

Sa. 09. März 2019 | 10-15.30 Uhr | Ort: Leibnitz Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover, Raum E242

Das LabüN unterstützt Haupt- und Ehrenamt mit dem Pilot-Projekt Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“. Mit der Plattform lassen sich Verfahren und die dazu gehörenden Unterlagen schnell und einfach recherchieren. Sie ermöglicht transparente und übersichtliche Darstellungen der Verfahren, bietet die Möglichkeit sich über aktuelle Vorhaben zu informieren, leistet damit einen Beitrag zur Internet-basierten Beteiligung der Verbände im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Beteiligungsverfahren und unterstützt so die Arbeit im Ehrenamt.

Das System wird bereits seit Jahren erfolgreich vom Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände in Brandenburg sowie von der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz für die Mitglieder ihrer Trägerverbände und für interessierte Bürger/innen bereitgestellt und von diesen genutzt. Das LabüN ist nachgezogen und nutzt seit circa einem Jahr erfolgreich die Online-Plattform.

Im ersten Teil des Treffens zeigen wir Ihnen Aufbau, Funktionen und Handhabung der Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“. Im Zweiten Teil der Veranstaltung können Teilnehmer/innen, die bereits mit der Plattform vertraut sind, aber auch Interessierte und Starter/innen sich gemeinsam mit uns austauschen. Welche Erfahrungen wurden mit der Plattform bisher gemacht? Gibt es Verbesserungsvorschläge? Diese Fragen und Weitere möchten wir mit Ihnen diskutieren.

 

Hinweis: Bitte bringen Sie für den ersten Teil der Schulung möglichst Ihren Laptop oder Ihr Tablet mit.

Referentinnen: Julia Günther, Brigitte Wiengarten

Teilnahmebescheinigung: ja

Teilnehmendenzahl: max. 20 Personen

Verpflegung: keine. Es gibt die Möglichkeit im Café der Universität (Sprengelstube) einen kleinen Mittagsimbiss einzunehmen.

 

Programm:

10:00 – 10:15   Begrüßung

10:15 – 11.00   Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ (Impuls)

11:00 – 12:00   Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“ (Praxisteil)

12:00 – 13:00   Mittagspause

13:00 – 15:00   Austausch von Nutzer/innen zur Online-Plattform „Beteiligung in Umweltfragen“

15:15 – 15:30   Fragen, Fazit, Feedback und Abschluss der Veranstaltung

 

Anmeldung:

Bis zwei Wochen vor Schulung an: info@labuen.de. Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Mail den Titel und das Datum der Schulung an. Nennen Sie zudem bitte Vor- und Zuname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Ihren Naturschutzverband BUND, LBU, NABU oder NVN mit Angabe der Orts- bzw. Kreisgruppe und ggf. Ihre Funktion in Ihrem Verband.

Hinweis: Ihre Teilnahme geben wir Ihrem Verband bekannt, damit dieser erfährt, wie groß in seinem Ehrenamt die Nachfrage bzw. der Bedarf nach diesem Schulungsangebot ist.

„Natura 2000 – Wo wollen wir hin?“ Bericht von Großveranstaltung zur Sicherung und Managementplanung von Schutzgebieten mit ExpertInnen aus Naturschutz, Recht und Politik, 20.10.2018, Verden (Aller)

„Natura 2000 – Wo wollen wir hin?“
Bericht von der LabüN-Großveranstaltung 2018

Mit ihrem großen Interesse an den inhaltlichen und durchaus konfliktbehafteten Fragestellungen zu Natura 2000 und der engagierten Beteiligung beim gemeinsamen Austausch machten die rund 50 Teilnehmenden der Verbände BUND, LBU, NABU und NVN und die Referentinnen und Referenten aus Naturschutz, Recht und Politik die vom LabüN ausgerichtete Veranstaltung zu einem lebendigen und bereichernden Naturschutz-Event.

Hierzu trugen auch insbesondere Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, der das Grußwort zur Veranstaltung sprach, und Alexander Just von der europäischen Kommission bei, die sich viel Zeit für die Anliegen und Fragen der haupt- und ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützer nahmen.

Während Herr Just in seinem Vortrag die Anforderungen an Sicherung und Managementplanung von Schutzgebieten aus Sicht der EU und damit aus der Satellitenperspektive auf Deutschland darstellte, rückte Hans-Jürgen Zietz vom NLWKN Oldenburg das Land Niedersachsen in den Fokus und ging auf Varianten der Sicherung und Perspektiven für ausstehende Gebiete ein. Eine vertiefende juristische Betrachtung über die Handhabung nicht europarechtskonformer Schutzgebietsverordnungen stellte Rechtsanwalt Dr. Frank Niederstadt dar. Sabine Burckhardt vom NLWKN Lüneburg richtete den Blick auf die praktische Umsetzung: in ihrem Beitrag ging es um Ablauf der Managementplanung in Niedersachsen und Anforderungen an die Managementpläne. Einen ergänzenden Einblick in die Praxis von Sicherung und Maßnahmenplanung steuerte Heike Engelhardt aus der Betriebsstelle Lüneburg des NLWKN bei. Mit Best Practice Beispielen zu Maßnahmen in Hoch- und Niedermooren rundete Thomas Beuster von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer die Vortragsreihe ab. Seine Fotos und Videobeiträge gaben dem Publikum einen plastischen Einblick in die Arbeit vor Ort.

Mit ihren ausgewählten Vorträgen leisteten die Naturschutzexpertinnen und -experten einen wertvollen Beitrag zur Qualifizierung der Beteiligungsarbeit der Verbandsmitglieder. Diese brachten sich ihrerseits durch detaillierte Fachfragen zu jedem Vortrag gewinnbringend in die Veranstaltung ein.

Eingerahmt wurde der Tag von einer Diashow mit Fotoimpressionen von Streifzügen der Verbandsmitglieder durch Niedersachsens Natura 2000-Gebiete. Sie stimmte das Publikum zu Beginn in die Veranstaltung ein und rundete diese mit einer Preisverlosung ab: drei Teilnehmende des Fotowettbewerbs wurden am Ende der Veranstaltung für ihre Beiträge mit nachhaltigen herbstlichen Sachpreisen ausgezeichnet.

Mit seiner Begrüßung und verabschiedenden Worten rundete der geschäftsführende Vorstand des LBU, Bernd Mros, den Samstag ab.

Moderiert wurde Großveranstaltung von Sonia Erdmann, Umwelt- und Naturschutzreferentin des LabüN.

Download: Programm der Großveranstaltung „Natura 2000 – Wo wollen wir hin?“

Mit seinem Grußwort führte Umweltminister Olaf Lies in die Veranstaltung ein.

Umweltminister Olaf Lies im Gespräch mit Alexander Just von der EU-Kommission und Helga Habekost vom BUND Celle.

Umweltminister Olaf Lies und Alexander Just mit dem LabüN-Team: Brigitte Wiengarten, Julia Günther, Sonia Erdmann, Inga Niederhausen (v.l.n.r.).

Alexander Just von der Generaldirektion Umwelt der europäischen Kommission stellte die Anforderungen an Sicherung und Managementplanung von Schutzgebieten aus Sicht der EU dar.

Das Publikum der Veranstaltung in regem Austausch.

Teilnehmende der Veranstaltung beim konzentrierten Verfolgen der Vorträge.

Der Teilnehmerkreis beteiligte sich engagiert mit qualifizierten Fachfragen zum Thema Natura 2000, hier Helga Habekost vom BUND Celle.

Hans-Jügen Zietz sprach zu Perspektiven des Schutzes für noch ausstehende Gebiete in Niedersachen.

Über die Handhabung nicht europarechtskonformer Schutzgebietsverordnungen referierte Rechtsanwalt Dr. Frank Niederstadt.

Sonia Erdmann vom LabüN moderierte die Veranstaltung.

Über den Ablauf der Managementplanung in Niedersachsen und Anforderungen an Managementpläne sprach Sabine Burckhardt vom NLWKN Lüneburg (rechts im Bild). Heike Engelhardt ist Projektleiterin eines kreisübergreifenden Managementplans und berichtete aus der Praxis.

Thomas Beuster von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer zeigte Best Practice Beispiele zu Maßnahmen in Hoch- und Niedermooren auf.

Die Veranstaltung wurde von einer Diashow mit Fotoimpressionen der ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützer aus Natura2000-Gebieten eingerahmt. Aus allen Teilnehmenden wurden drei FotopreisgewinnerInnen ausgelost. Julia Günther vom LabüN lies das Publikum die GewinnerInnen ziehen.

Bernd Mros, geschäftsführender Vorstand des LabüN-Trägerverbandes LBU, mit zwei von drei PreisträgerInnen des Fotowettbewerbs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernd Mros, geschäftsführender Vorstand des LabüN-Trägerverbandes LBU, sprach die einleitenden und abschließenden Worte für die Veranstaltung. (Bildquellen aller Fotos: LabüN)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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