Bericht von LabüN-Großveranstaltung „Möglichkeiten zur Mitwirkung bei Zulassungsverfahren unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz – am Beispiel Windenergie“, 29.10.16, Hannover
Die Veranstaltung mit dem Thema „Möglichkeiten zur Mitwirkung bei Zulassungsverfahren unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz – am Beispiel Windenergie“ für die ehrenamtlichen Akteure der Gesellschafterverbände des LabüNs wurde von zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Niedersachsen wahrgenommen.
Wir begrüßten den Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel und folgende Referentinnen und Referenten zu den aufgeführten Themen:
Umweltminister Stefan Wenzel
- Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Natur und Landschaft muss langfristig gesichert werden
- Bedeutung des Klimaschutzes, dazu Umstellung auf erneuerbare Energien mit wachsamen Blick auf Fehlentwicklungen notwendig
- Würdigung des LabüN als starken Zusammenschluss der Umwelt-und Naturschutzverbände und kompetenten Ansprechpartner
Martin Stenzel
- Situation in NRW in Bezug auf Windenergieerlass, Beteiligungsmöglichkeiten, Kommunikation des Landesbüros mit Behörden und ehrenamtlichen Mitgliedern
Offene Diskussion
- zum Thema „ Zielkonflikte bei der Mitwirkung von Umwelt- und Naturschutverbänden an Beteiligungsverfahren“
Rechtsanwalt Peter Kremer (Berlin)
- rechtliche Möglichkeiten der Verbandsmitglieder im Verwaltungsverfahren, Übersicht über die Verfahren, Beteiligungsmöglichkeiten, UIG, Praxistipps
Dr. Matthias Schreiber (Schreiber Umweltplanung, Bramsche)
- avifaunistische Belange in Planverfahren, Anwendung des § 44 BNatSchG (artenschutzrechtliche Verbotstatbestände)
Ivo Niermann (Büro für Tierökologie und Landschaftsplanung, Hannover)
- fledermauskundliche Erfassungen in Planverfahren, Anwendung des § 44 BNatSchG
Dr. Jutta Kemmer (Biologische Station Osterholz e.V.)
- positives Beispiel aus der Praxis zur Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Vertretern des Naturschutzes und Vertretern der Behörden in Mitwirkungsverfahren
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Referentinnen und Referenten sowie allen fleißigen Helferinnen und Helfern für die gelungene Veranstaltung.
Das LabüN-Team
Impressionen aus der Veranstaltung:

Carola Sandkühler vom NVN, Peter Mlodoch, Minister Stefan Wenzel und Dr. Jutta Kemmer (Biologische Station Osterholz e.V.) im Gespräch (v.l.n.r.).

Minister Stefan Wenzel richtet sein Grußwort an die Teilnehmenden.

Martin Stenzel vom Landesbüro der Naturschutzverbände NRW zur Situation in NRW.

Offene Diskussion zum Thema „ Zielkonflikte bei der Mitwirkung von Umwelt- und Naturschutverbänden an Beteiligungsverfahren“ mit Alistair Hill (Vorstand NVN), Peter Mlodoch (Moderation) und Thilo Busse (Windwärts), (v.l.n.r).

Zustimmung aus dem interessierten Publikum.

Dr. Matthias Schreiber (Schreiber Umweltplanung, Bramsche) zu avifaunistischen Belangen in Planverfahren.

Ivo Niermann vom Büro für Tierökologie und Landschaftsplanung zu fledermauskundlichen Erfassungen in Planverfahren.

Dr. Jutta Kemmer, Biologische Station Osterholz e.V., berichtet aus der Praxis zur Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Vertretern des Naturschutzes und Vertretern der Behörden.

Dr. Matthias Schreiber (Schreiber Umweltplanung, Bramsche) und Dr. Jutta Kemmer (Biologische Station Osterholz e.V.) im Gespräch (v.l.n.r.).

Carola Sandkühler (Gesellschafterin des LabüN-Trägerverbandes NVN) im Gespräch mit interssierten Teilnehmenden. (Bildquellen aller Fotos: LabüN)
Das LABÜN ist umgezogen
Am Montag den 02. November 2015 sind wir in unsere neuen Büroräume gezogen:
Große Düwelstraße 28, 30171 Hannover
LABÜN offiziell eröffnet
Minister Stefan Wenzel gibt Startschuss
Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hat das erste Landesbüro für Naturschutz in Hannover – kurz LABÜN – eröffnet. Künftig sollen hier ehrenamtliche Mitglieder aus den Naturschutzverbänden ihre Mitbürger unterstützen.

Elke Meier (NABU), Carola Sandkühler (NVN), Ina Humbracht (Labün), Stefan Wenzel, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Dr. Frank Niederstadt (beide BUND), Anike Martin, Heike Vogel (beide Labün), Dr. Holger Buschmann (NABU), (v.l.n.r.). (Bildquelle: Nagel)
Der Umweltminister brachte ein schwarz-rot-gold-grünes Schild mit. „Ständige Vertretung für Menschen, Tiere und Pflanzen“, ist dort in Anlehnung an frühere deutsch-deutsche Zeiten zu lesen.
Das Labün soll künftig als Anlaufstelle für Bürger, Initiativen und Verbände dienen. „Hier finden sie die notwendigen Fachkenntnisse und die rechtlichen Expertisen“, sagte Carola Sandkühler, die Vorsitzende des Naturschutzverbandes Niedersachsen (NVN), am Freitag. Die Interessen der Natur könne man so besser gegenüber Wirtschaft, Landwirtschaft und Behörden vertreten.
„Es ist mir wichtig, dass die Belange des Naturschutzes auf Augenhöhe mit anderen Fachdisziplinen wahrgenommen werden können“, so Ressortchef Wenzel. Und BUND-Vorstandsmitglied Frank Niederstadt ergänzt: „Insbesondere Stellungnahmen für landesweit bedeutsame Verfahren können jetzt von einer besonders qualifizierten Stelle aus koordiniert und effektiv abgearbeitet werden.“ Nabu-Chef Holger Buschmann verwies auf Nordrhein-Westfalen, wo ein solches Büro bereits seit den 80er-Jahren erfolgreich arbeitet.

